Von Thomas Schulte

Für die einen ist er ein Schurke, für andere ein Held. Manche verehren ihn, andere halten ihn für einen machtbesessenen skrupellosen Egomanen. Wer ist Wladimir Putin nun wirklich? Auf jeden Fall eine TOP-Führungskraft, die für ein ganzes Land oder gar Kontinent verantwortlich ist und die zweifellos Entscheidungen von großer Tragweite trifft (es sei einmal dahingestellt, ob sie gut sind).

Wladimir Putin könnte also ein Coachee sein. Sie schmunzeln? Schon eine ungewohnte Vorstellung. Aber warum nicht, auch andere TOP-Führungskräfte nehmen Coaching in Anspruch.

Welches Anliegen würde er wohl einbringen? Nun das wissen wir natürlich nicht. Aber spekulieren ist ja erlaubt.

Wladimir Putin tut sich offensichtlich mit Kritik schwer. Einen offenen Dialog zu führen, ist seine Sache nicht. Und er scheint Bedrohungen wahrzunehmen, die, wie ich glaube, keine sind, zum Beispiel die Öffnung der Ukraine hin zu Europa.

Auf der anderen Seite hat der Mann auch seine Stärken. Seine Durchsetzungsfähigkeit ist unbestritten und einen unbeugsamen Wille scheint er zu haben. Außerdem muss er wohl extrem belastbar sein und er lässt sich durch nichts und niemanden einschüchtern. Damit ließe sich doch arbeiten, oder?

Was, wenn er in Zukunft Kritik besser annehmen könnte, sie sogar nutzt, um die Menschen wirklich in einem offenen Dialog für sich zu gewinnen? Oder wenn er leichter vertrauen könnte, die europäischen Staaten besser versteht und sieht, dass von einer Demokratie westlicher Prägung keine Gefahr für sein Land ausgeht?

Wären das nicht tolle Ziele für ein Coaching? Kaum auszumalen was dann möglich wäre.

Ich glaub an seine Stärken. Coaching wäre einen Versuch wert. Vielleicht fällt ihm ja dieser Beitrag in die Hände. Eine Übersetzung ist schon mal nicht erforderlich, sein Deutsch soll gut sein.